Internationaler deutscher Wado Cup in Eckernförde

 

Zum 2. Mal in Folge richtete der Eckernförder Karate-Verein Fuji Yama e. V. am 30.09.2017 den International German Wado Cup in Eckernförde aus. Hierbei handelt es sich um die inoffizielle Deutsche Meisterschaft der Karate-Stilrichtung Wado Ryu für alle Altersklassen von U9 bis zu den Masterklassen Ü50. 

Um 09.30 Uhr begrüßte Karsten Schumacher vom Fuji Yama Eckernförde die Sportler, Betreuer und Gäste in der Sporthalle 3 des Schulzentrum Süd. Hierbei wies Schumacher auf die leider etwas gesunkenen Meldezahlen hin: „Wir konnten dieses Jahr die erfreulichen Meldezahlen des Vorjahres nicht erreichen, freuen uns aber auf 150 Sportler aus Deutschland, Frankreich und England mit insgesamt knapp 200 Starts in Kata und Kumite“. Danach übergab Schumacher das Mikrofon an Rainer Bosse, SSW, der als Vertreter des abwesenden Bürgermeisters die Grußworte der Stadt überbrachte. Er betonte den hohen Stellenwert des Fuji Yama in Eckernförde insbesondere im ehrenamtlichen Bereich und verwies auf die vielen sportlichen Erfolge des Eckernförder Vereins und die vielen Auszeichnungen mit Sportehrenblättern der Stadt Eckernförde.

Nach der Begrüßung wurden die Wettkämpfe auf drei Kampfflächen durchgeführt und von insgesamt 19 Kampfrichtern aus der ganzen Republik geleitet.

Zunächst wurden die Kata-Begegnungen aller Altersklassen von U9 bis Ü50 Jahre durchgeführt. „KATA“ ist der Kampf gegen einen oder mehrere imaginäre Gegner. Die einzelnen Abwehr- und Angriffstechniken sind in der Abfolge und Ausführung genau vorgeschrieben. Jede Kata beginnt mit einer Abwehrtechnik und betont dabei die Philosophie: "Ein Karateka greift niemals zuerst an."

Hier konnten die Eckernförder Karateka schon überzeugen. Mit sehr guten Leistungen erkämpften sich in den Einzelwettbewerben Bennet Yao (U11), Celina Ullrich, Henry Nowottka und Peer von Houwaldt (U14), Jonna Behrendt und Birk von Houwald (U16) sowie Anna Tode (U18) jeweils einen 3. Platz – und dies bei starker Konkurrenz, da auch viele Mitglieder des Wado Team Deutschland antraten.

Die Fuji-Yama-Sportlerin Alexandra Grothusen (Ü40) konnte in Ihren Vorrunden überzeugen, verlor dann aber ihre Finalbegegnung gegen eine starke Sportlerin aus Hamburg. Dadurch sicherte sie sich aber einen tollen 2. Platz.

Noch besser lief es für Emily Dobratz (U14) und Christian Leonhardt (U16), die auch in ihren Finalkämpfen die Kampfrichter überzeugen konnten. Erste Plätze für die Sportler des Fuji Yama Eckernförde und damit ganz oben auf dem Siegertreppchen.

Auch die Eckernförder Athletin Sophie Schumacher überzeugte in ihrer Altersklasse U18, gewann alle Begegnungen und erkämpfte sich den Siegerpokal. In Vorbereitung auf den bevorstehenden Wado Europa Cup, der dieses Jahr in Paris stattfindet und bei dem Schumacher für das Deutsche Team kämpfen wird, trat Schumacher auch in der Leistungsklasse +18 an. Auch hier ließ sie ihrer Konkurrenz keine Chance und erkämpfte sich ebenfalls den ersten Platz vor den Augen des Kata-Teamtrainers Wado Ryu im Deutschen Karateverband, Kay Schröder, der sich ebenfalls zufrieden zeigte.

Nach Abschluss aller Kata-Begegnungen erfolgte die Siegerehrung der Kata-Athleten. Im Anschluss an die Siegerehrung begannen die Kumite-Begegnungen ab 12.15 Uhr.

„KUMITE“ ist die Angriff-Abwehr-Gegenangriff-Sequenz, in freier Form ausgetragen. Der freie Kampf der Karateka gegeneinander. Hier startete nur Christian Leonhardt für die Eckernförder und erkämpfte sich einen guten 3. Platz.

„Wir haben wieder gezeigt, dass der Fuji Yama Eckernförde auch ein großes, internationales Turnier perfekt organisieren und durchführen kann.“ so Schumacher. „Unser besonderer Dank gilt allen Helfern an der Cafeteria, an den Wettkampftischen und beim Auf- und Abbau. Ohne diese wäre es nicht möglich, ein Turnier durchzuführen.“

Fuji Yama Sportwart Andreas Frahm und Jugendwart Bennet Schumacher waren ebenfalls hoch zufrieden: „Ein toller Erfolg für unseren Verein und den Karatesport in Eckernförde. Wir haben mit 14 Starts immerhin 13 Podestplätze erkämpft.“

Fotos: Sven Kietzke Photography

6 Medaillen beim Kaizen Doryoku Cup 2017

Am Samstag, 29.04.2017, fand der Kaizen Doryoku Cup 2017 im Dänischen Kolding statt – ein Karateturnier überwiegend für den Nachwuchs gedacht. Die einzelnen Startergruppen wurden hier nicht – wie sonst üblich – im KO-System durchgeführt, sondern im Modus „Jeder gegen Jeden“. So konnten die Athleten Wettkampferfahrungen sammeln, da sie selbst nach einer verlorenen Begegnung in der Gruppe geblieben sind und ihre weiteren Begegnungen auskämpften.

Auch der Fuji Yama Eckernförde beteiligte sich mit fünf Sportlern, die in fünf Kata-Kategorien – der Schattenkampf gegen imaginäre Gegner – und einer Kumite-Klasse – der Freikampf gegeneinander – in dem Kampf um die Medaillen antraten.

Insgesamt waren 204 Karatekämpfer von 30 Vereinen aus Dänemark und Deutschland angetreten, wobei aus Deutschland nur 20 Sportler gemeldet waren – aus Lübeck, Hamburg, Rastede und Eckernförde.

Die ersten Begegnungen aus Eckernförder Sicht waren in der Klasse Kata U14 weiblich, in der Celina Ullrich und Emily Dobratz für den Fuji Yama Eckernförde antraten. Da hier insgesamt 15 Sportler gemeldet waren, wurde diese Gruppe in 3 Pools aufgeteilt und die jeweils Erst- und Zweitpatzierten traten dann in einer Finalrunde – hier im KO-System – gegeneinander an.

Emily Dobratz gewann ihre sämtlichen Begegnungen in ihrem Pool und stand damit als eine der ersten Finalistinnen fest. Celina Ullrich verlor zwar eine Begegnung in der Vorrunde, sicherte sich damit aber als Zweitplatzierte ebenfalls den Einzug in die Finalrunde. Dort gewann sie ihren ersten Kampf und das erste Halbfinale stand fest. Die Eckernförder Celina Ullrich und Emily Dobratz mussten gegeneinander antreten. Dieses Mal hatte Ullrich die besseren Karten und gewann diese Begegnung mit 4:1 Kampfrichterstimmen, im Finale unterlag sie dann aber knapp mit 2:3 der Dänischen Gegnerin. Somit erkämpften sich in dieser Kategorie die Eckernförder Karatekämpfer einen tollen 2. und 3. Platz.

Ida Tode aus Eckernförde startete in der Klasse Kata U16 weiblich mit immerhin 10 Startern. Auch diese Kategorie wurde in zwei Pools aufgeteilt. Tode verlor ihre erste Begegnung, überzeugte dann aber in den weiteren drei Kämpfen die Kampfrichter und zog ebenfalls als Poolzweite in die Finalrunde ein. Leider unterlag sie dort mit 2:3 knapp ihrer dänischen Gegnerin und sicherte sich damit aber einen sehr guten 3. Platz.

Auch Christian Leonhardt, Kata U16 männlich mit 7 Startern, erging es genauso. In seinem Pool verlor er einen seiner drei Kämpfe und startete in der Finalrunde als Poolzweiter. Auch er musste sich dort in der ersten Begegnung gegen den Dänischen Gegner geschlagen geben und sicherte sich damit aber ebenfalls die Bronzemedaille.

Sophie Schumacher startete in der Kategorie Kata U18 weiblich mit 4 Starterinnen. Leider verlor auch sie die erste ihrer drei Begegnungen denkbar knapp mit 2:3 Kampfrichterstimmen. Da ihre Gegnerin sämtliche Kämpfe für sich entscheiden konnte, blieb für Schumacher ein immer noch sehr guter zweiter Platz.

Christian Leonhardt startete zudem im Kumite U16 +63kg mit 5 Startern. Zwei seiner vier Begegnungen konnte er für sich entscheiden. Da ein Dänischer Gegner auch zwei von vier Begegnungen für sich entschied, wurden die erkämpften Punkte der jeweiligen Begegnungen herangezogen, wobei der Däne besser abschnitt. Aber auch hier ein guter 3. Platz für den Fuji Yama Kämpfer.

„Ein toller Erfolg auf diesem internationalen, stiloffenen Karateturnier für unsere Sportler“ waren sich Kilian, Bennet und Karsten Schumacher, die die Fuji Yama Sportler vor Ort betreuten einig „Mit unserem kleinen Team haben wir bei 6 Starts auch 6 Medaillen – vier 3. und zwei 2. Plätze – erkämpft und tolle Erfahrungen gegen uns unbekannte Gegner sammeln können.“

Karsten Schumacher bedankte sich nach dem Turnier: „Ein großes Lob an den ausrichtenden Verein um Henrik Katborg, der mit viel technischen und personellen Aufwand ein sehr schönes Turnier veranstaltet hat. Wir haben uns hier sehr wohl gefühlt“

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